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Selbst Honecker geriet einmal in die Fänge der Telefonüberwachung

Mit seinem Langfilmdebüt gelang Florian Henckel von Donnersmarck , der auch das Drehbuch verfasst hat, ein weltweiter Besuchererfolg. Es greift das Thema auf, dass wahre Kunst das Gute im Menschen hervorzubringen vermag, und zeichnet die Möglichkeit einer Versöhnung zwischen Opfern und Tätern.

Die Produktion entstand mit relativ geringem Budget und unüblich niedrigen Darstellergagen. Gespalten war man jedoch in der Beurteilung, ob der Film die historischen Aspekte angemessen wiedergibt.

Inhaltsverzeichnis

Der Film wurde mit Auszeichnungen überhäuft, darunter der Deutsche Filmpreis sieben Preise bei elf Nominierungen , der Bayerische Filmpreis in vier Kategorien und der Europäische Filmpreis in drei Kategorien sowie der Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Darüber kam es zu gerichtlichen Auseinandersetzungen; in der Folge durften die ursprünglichen Medien mit diesen Aussagen nicht mehr vertrieben werden.

Hempf will Dreyman ausschalten, um dessen unpolitische Lebensgefährtin, die Schauspielerin Christa-Maria Sieland, für sich allein zu gewinnen. Dabei beobachtet er ein Treffen von Sieland und Hempf. Sein Vorgesetzter Grubitz weist ihn an, keine Informationen über den Minister zu sammeln, und stellt ihm einen Karriereschub bei erfolgreicher Observation in Aussicht.

Als Sieland zu später Stunde von Hempf vor ihre Wohnung gefahren wird, lockt Wiesler ihren Lebensgefährten an die Haustür, um ihn so über die Affäre in Kenntnis zu setzen. Durch die Bespitzelung erhält Wiesler, alleinstehend und ohne nennenswertes Privatleben, Einblick in die Welt der Kunst und des offenen Geistes sowie in zwischenmenschliche Beziehungen, wie er sie selbst nicht pflegt.

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Wiesler ist von der Musik sehr gerührt. Als Folge dieses Sinneswandels unterschlägt er in seinen Berichten die sich entfaltenden oppositionellen Aktivitäten Dreymans, dessen Einstellung zur Staatsführung sich verändert hat, und schreibt stattdessen Belangloses, das er frei erfindet. In einer Kneipe sucht Wiesler das Gespräch mit ihr, indem er sich als unbekannter Bewunderer ausgibt, und ermutigt sie zur Ehrlichkeit.

Darauf kehrt sie zu Dreyman zurück, statt die Nacht mit Minister Hempf zu verbringen. Der Spiegel druckt den Text anonym ab. Die Westveröffentlichung erzürnt die Stasi-Führung. Bei der folgenden Wohnungsdurchsuchung finden die Stasi-Beamten die Schreibmaschine jedoch nicht, die sie als Beweis benötigt. Grubitz, der mittlerweile Zweifel an Wieslers Loyalität hat, setzt daraufhin ein erneutes Verhör von Sieland an, das von Wiesler durchgeführt und von ihm selbst überwacht wird.

In diesem Verhör gibt die Schauspielerin das Versteck der Schreibmaschine preis.

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Noch vor der diesmal durch Grubitz durchgeführten Hausdurchsuchung eilt Wiesler zu Dreymans Wohnung und entfernt die Schreibmaschine. Sie stürmt aus dem Haus, stellt sich vor einen zufällig vorbeifahrenden Lkw und wird tödlich verletzt. Ohne dafür Beweise zu haben, ist sich Grubitz sicher, dass Wiesler Dreyman geschützt hat, und er versetzt Wiesler innerhalb der Stasi auf einen eintönigen Posten bei der Briefüberwachung.

Nach der Wiedervereinigung wird dasselbe Stück von Dreyman wie gegen Anfang des Filmes in geänderter Dramaturgie aufgeführt.

Dabei trifft der Autor im Foyer auf Hempf. Dreyman fragt den Ex-Minister, warum man ihn nie überwacht habe, worauf Hempf antwortet, er sei komplett überwacht worden. Er identifiziert ihn als Wiesler und macht diesen ausfindig, der sein Leben nun mit dem Austragen von Wurfsendungen finanziert, nimmt aber keinen Kontakt zu ihm auf. Es ist für mich. Koproduzent war Dirk Hamm von Creado Film. Donnersmarcks Buch überraschte ihn mit seiner Stimmigkeit und Einfühlung in die Zeit.

Damit Yared sich eine Vorstellung vom Film machen konnte, übersetzte Donnersmarck das gesamte Drehbuch auf französisch. Für die Aufnahmen zwischen dem Oktober und dem Dezember standen lediglich 37 Drehtage zur Verfügung. Laut Donnersmarck habe Knabe das Projekt nicht gebilligt, weil er fand, dass das Drehbuch die Stasi verherrliche. Das Leben der Anderen wurde den unterschiedlichsten Genres zugeordnet, insbesondere dem Drama , dem Thriller , dem Liebesfilm und dem Melodram.

Donnersmarck erzählt linear und chronologisch [15] und hält sich an eine konventionelle dramaturgische Dreiteilung in Exposition, Konfrontation und Konfliktauflösung. Nicht zuletzt aufgrund des spärlichen Budgets setzte er keine Kräne oder Schwebestative ein, lediglich wenige inhaltlich motivierte Kamerafahrten. März lief der Film in den deutschen Kinos an. Im deutschen Free-TV wurde der Film erstmals am September um Die DDR erscheine erschreckend authentisch und in einer stimmigen Optik, welche die Repression körperlich spürbar mache.

Donnersmarck treffe den Tonfall des DDR-Lebens, als hätte er es miterlebt, und wolle das Publikum nicht beeindrucken, sondern habe den Mut, es zu rühren. Die mehr als zwei Stunden sind von atemloser Dichte, die Dialoge geschliffen, die Details überraschend, die Atmosphäre stimmig. Die Komplexität der Verstrickungen ist meisterhaft durchdrungen, und auf die üblichen Klischees wartet man vergeblich. Dabei diene die Schönheit der Bilder stets der Wahrheitsfindung.

Daneben gab es gemischte Beurteilungen der künstlerischen Leistung. Die exzellenten Darsteller trügen ihre gut erfundenen Figuren über die ersten drei Viertel des Films, während deren das Drehbuch virtuos ihre Konflikte zwischen Gesinnung und Opportunismus zeichne. Bezüglich der Figur Sieland sei Donnersmarck aber in eine dramaturgische Sackgasse geraten und opfere sie auf melodramatische Weise.

Der Regisseur spiele gekonnt mit melodramatischen und Horrorfilm -Elementen, unterlaufe damit aber die politische Dimension, weil vor allem Sieland als vom Schicksal gelenkt und nicht als frei Handelnde erscheine. Wieslers Wesenswandel wirke wie ein Wunder und sei kaum nachvollziehbar.

Diese Negationen waren vor allem auf Good Bye, Lenin! Manche Westdeutsche wiederum hätten es nicht geschätzt, dass mit der DDR eine Alternative zur Gesellschaftsform in der Bundesrepublik verschwunden war. Andreas Kilb stellte in seiner F. Wo jedes Wort mitgehört, jeder Schritt überwacht wird, gibt es am Ende keine Wirklichkeit mehr, nur noch Matrizen und Protokolle.

Jeder künftige Film über die Stasi werde einem wie ein Nachzügler vorkommen. Der Charme des Drehbuchs liege in seinem Ernst; es sei gründlichst recherchiert, reich an Pointen und von einer unerbittlichen analytischen Nüchternheit.

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So wünschenswert eine bleibende filmische Aufarbeitung der Stasi wäre, meinte der schon erwähnte Daniel Kothenschulte, handle es sich bei Donnersmarcks Film nicht um dieses ersehnte Werk. Denn Das Leben der Anderen erinnere an Nachkriegsfilme wie Die Mörder sind unter uns , welche die nationalsozialistische Vergangenheit bewältigen wollten, indem sie wenige, hochpositionierte Schurken den einfachen, umso mehr herzensguten Menschen gegenüberstellten.

Durch akribische Vorbereitungen musste sichergestellt sein, dass weder die Bewohner noch deren Umfeld etwas davon registrierten. Im Rahmen des "politisch-operativen Zusammenwirkens" arbeiteten dabei beispielsweise Vorgesetzte am Arbeitsplatz, Schuldirektoren, Behördenmitarbeiter oder Ärzte als Inoffizielle Mitarbeiter IM zusammen. Auf diese Unterstützer kam es auch an, wenn es darum ging, Verbündete im Wohnhaus des Opfers zu finden. Mit deren Hilfe konnte die Stasi einen Stützpunkt einrichten oder den Hausschlüssel von Bewohnern für kurze Zeit entwenden, um ihn nachfertigen zu lassen.

Innerhalb des MfS war ein komplizierter Dienstweg einzuhalten. Der Minister für Staatssicherheit selbst oder einer seiner Stellvertreter in den Diensteinheiten oder Bezirksverwaltungen genehmigten eine illegale Durchsuchung. Im Anschluss startete die eigentliche Aktion. Die Wohnungstüren öffneten die Stasi -Spezialisten entweder mit einem kopierten Schlüssel oder brachen sie ohne sichtbare Spuren auf. Sie untersuchten jeden Quadratmeter der Bleibe des jeweiligen Opfers und hielten alles per Foto oder Video fest.

(DOC) Erklären Sie die Funktion des Ministeriums für Staatssicherheit | Sean D Haley - edutoursport.com

Vor allem an Aufzeichnungen, Briefen, Notizen oder Fotografien waren die Geheimpolizisten interessiert. Bei Wohnungsdurchsuchungen wurden auch private Dokumente gelesen und fotografiert. Nach der Durchsuchung fertigten die Agenten einen Abschlussbericht an und nahmen darin nicht nur strafrechtlich relevante Aspekte auf, sondern jedes noch so kleine private Detail. Nicht selten wurden die Bewohner unmittelbar nach der Durchsuchung verhaftet, weil dann genug belastendes Material vorlag.

Danach gab es eine weitere, gerichtlich genehmigte Durchsuchung, um die gefunden Beweise zu legalisieren und sie in einem Prozess verwenden zu können. Diese MfS -Einheit verletzte so nicht nur das Fernmeldegeheimnis durch Abhören von Telefongesprächen, sie verantwortete auch die Eingriffe in die Unverletzlichkeit der Wohnung.


  • Schwierigkeiten der Stasi-Überwachung - Es gab zu wenige Telefone.
  • Die Stasi - Post- und Telefonkontrolle in der DDR;
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Die sogenannte "technische Vorlaufarbeit" übernahm die Abteilung Dort herrschte ständiger Mangel an geeigneter Technik, weswegen die entsprechenden Stasi -Mitarbeiter mit Westimporten arbeiteten oder eigene Entwicklungen nutzten. Abhöranlagen wurden bei einem klassischen Einbruch nach dem Muster der "konspirativen Durchsuchung" installiert.

Ein anderer Ansatz bestand darin, unmittelbare Nachbarn als IM zu gewinnen und über eine Wandbohrung "Wanzen" in der gewünschten Wohnung anzubringen. Die Staatssicherheit verletzte durch eine systematische und integrale Postkontrolle millionenfach ein Menschenrecht und oft auch geltendes DDR -Recht. Begonnen hatte die systematische Überwachung des Postverkehrs in den er Jahren.

Die im Stasi -Jargon als "Hetzschriften" bezeichneten Publikationen aus dem Westen galt es abzufangen und aus dem Verkehr zu ziehen. Umgekehrt wurde dies in jener Zeit auch in der Bundesrepublik praktiziert. Zunehmend gerieten jedoch die eigenen Bürgerinnen und Bürger in das Visier der Briefüberwachung der Stasi. Schreiben und Pakete wurden geöffnet, auf verwertbare Informationen, aber auch auf Wertsachen durchsucht.

Briefe und Paketinhalte wurden einbehalten oder vernichtet, oft aber auch abfotografiert und mit Verzögerung wieder dem Zustellbetrieb zurückgeführt. Eine MfS -Mitarbeiterin bügelt wieder verschlossene Briefe. Bei Wohnungsdurchsuchungen wurden auch private Dokumente gelesen und fotografiert.

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